Kurz: Das Hausgeld ist der monatliche Beitrag jedes Wohnungseigentümers an die WEG-Gemeinschaftskasse. Es deckt laufende Betriebskosten, Verwaltung und die Zuführung zur Instandhaltungsrücklage. Typische Höhe: 2,50–4,50 €/m² Wohnfläche und Monat. Wer ein einzelnes Mehrfamilienhaus besitzt, zahlt zwar kein Hausgeld — wer aber nach WEG aufteilt, wird selbst Eigentümer von WEG-Anteilen mit Hausgeld-Pflicht.

Zusammensetzung

Das Hausgeld setzt sich zusammen aus:

Übliche Höhen

PositionPro m² / Monat
Betriebskosten umlagefähig1,80–2,80 €
Verwaltung & nicht umlagefähig0,30–0,50 €
Instandhaltungsrücklage0,50–1,20 €
Summe Hausgeld2,50–4,50 €

Bedeutung für Bewertung und Verkauf

Beim Verkauf einer einzelnen WEG-Wohnung interessieren Käufer drei Zahlen: Hausgeld monatlich, Stand der Instandhaltungsrücklage und geplante Sonderumlagen. Eine schlechte Rücklage (unter 8 €/m² Wohnfläche an Bestand) signalisiert versteckten Sanierungsstau und drückt den Preis. Vor Kauf immer Protokoll der letzten 3 Eigentümerversammlungen anfordern. Beim ganzen Mehrfamilienhaus spielt Hausgeld nicht direkt eine Rolle — dort wirken die Bewirtschaftungskosten.

Praxisbeispiel

Eigentümer einer 75-m²-Wohnung in einer 12-Parteien-WEG, Hausgeld 3,40 €/m² = 255 €/Monat. Davon umlagefähig 2,20 € = 165 € (an Mieter weitergegeben), nicht umlagefähig 0,40 € = 30 €, Rücklage 0,80 € = 60 €. Der Eigentümer trägt also tatsächlich 90 €/Monat Eigenkosten, der Rest geht auf den Mieter. Reicht die Rücklage nicht für anstehende Dachsanierung (Gesamtkosten 240.000 € auf 12 Parteien), kommt eine Sonderumlage von 20.000 € pro Wohnung dazu — fällig binnen 8 Wochen nach WEG-Beschluss.

Häufige Fehler

Verwandte Begriffe

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